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Name der Schulung: Der offizielle Name des Programms
MEDIAS 2 - Mehr Diabetes Selbstmanagement für Typ 2 - Ein neues Schulungs- und BehandlungsprogrammAutoren: Autoren bzw. Herausgeber des Programms
Autoren: Kulzer, B., Hermanns, N., Maier, B., Bergis, K.H., Haak, T., Reinecker, H.
Einrichtung: Diabetes-Akademie Bad Mergentheim e.V.
Kurzbeschreibung: Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.
Das ambulante Schulungsprogramm MEDIAS 2 richtet sich an übergewichtige Typ-2-Diabetiker im mittleren Lebensalter, die nicht Insulin spritzen. Wichtige Inhalte des Programms, das auf dem Selbstmanagementansatz basiert, sind: Vermittlung von alltagsnahem Wissen über Typ-2-Diabetes und dessen Behandlung, Bewertung des bisherigen Behandlungserfolges, aktive Erprobung und Einübung günstigerer Verhaltensweisen im Alltag, Formulierung persönlicher Ziele zum künftigen Umgang mit dem Diabetes sowie langfristige Stabilisierung günstiger Verhaltensweisen. Das Programm umfasst 12 bzw. 8 Kursstunden im wöchentlichen Abstand und wird für eine Gruppe von 6-8 Teilnehmern empfohlen. Die Schulung kann von einem Diabetesberater, einem Diabetesassistenten, einem Arzt, Psychologen oder entsprechend qualifiziertem Personal durchgeführt werden. Es existiert ein Fortbildungsangebot für die Trainer; eine Evaluation des Programms liegt vor.
Schlagwort: Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.
DiabetesBezug: Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)
Bezug Schulungskoffer und Material im Online-Shop unter: www.medias2.de / www.diabetes-schulungsprogramme.de
Kosten: Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)
Schulungskoffer: 287 Euro (Stand vom 29.08.2006)Lizenz: Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.
publiziert
Stand: Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen
Version 2004Anmerkungen: Anmerkungen zum allgemeinen Teil
Der Schulungskoffer enthält alle benötigten Materialien (Folienordner, CD-Rom, Manual, Patientenhandbuch, Ernährungsspiel).
Die Internetpräsenz www.medias2.de bietet weitere Informationen zum Programm, den Rahmenbedingungen und Materialien.
Fachgebiet/Indikation: Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)
Erkrankung/Thema: Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.
Typ 2-Diabetes
Zielgruppe der Schulung: Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.
Ausschlusskriterien: Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).
k.A.
Besondere Zielgruppenkriterien: Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.
Übergewichtige Typ-2-Diabetiker im mittleren Lebensalter (in der Regel bis 65 Jahre), die nicht Insulin spritzen
Setting: Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?
ambulant
Teilnehmerzahl: Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze
6 bis 8 Teilnehmer
Anzahl der Einheiten: Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.
12 bzw. 8 Einheiten
Dauer einer Einheit: Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.
90 Minuten
Frequenz der Einheiten: Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.
1 Einheit pro Woche
Ziele der Schulung: Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekte der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund
Themen der Schulung: Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.
Anmerkungen/Sonstiges: Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.
Hinweis, beim Thema Folgeerkrankungen auf Angst und Depressivität der Teilnehmer zu achten und ggf. Einzelkontakt anzubieten.
Methodenliste: Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.
Anmerkungen zu den Methoden:
Einzelarbeiten in Form von Hausaufgaben (z.B. Führen eines Ernährungstagebuchs, Bewegungsprotokolls...) sind wesentlicher Bestandteil der Schulung und in jeder Einheit vorgesehen. Sie werden jeweils in der nächsten Einheit besprochen.
Gruppenstruktur: Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.
k.A.
Strukturierungsgrad-Methoden: Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .
hoch
Strukturierungsgrad-Zeit: Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.
hoch
Strukturierungsgrad-Ablauf: Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?
k.A.
Anmerkungen: Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts
Im Manual findet sich keine explizite Angabe zur Gruppenstruktur. Aufgrund des Schulungsaufbaus wird implizit die Durchführung in einer geschlossenen Gruppe nahe gelegt.
Nachsorgemaßnahmen: Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?
Es wird vorgeschlagen, einen Termin für ein Nachtreffen (mit oder ohne Kursleiter) zu vereinbaren.
Vorbereitungsmaßnahmen: Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?
k.A.
Einbezug von Angehörigen: Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?
In Kursstunde 8 werden Angehörige gezielt zur Teilnahme eingeladen und speziell in den Themenbereich Diabetes eingeführt. U.a. werden Möglichkeiten sozialer Unterstützung für einen günstigen Umgang mit dem Diabetes im Alltag besprochen.
Methoden zum Alltagstransfer: Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.
Anleitung zur eigenständigen Stoffwechsel- und Gewichtsprotokollierung sowie Selbstbeobachtung. Zielsetzung in Bezug auf Selbstkontrolle, Essverhalten, körperliche Aktivität, Fußpflege und -kontrolle.
Einbezug von Selbsthilfeorganisationen: Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?
Adressen von Selbsthilfegruppen werden genannt.
Sonstiges: Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.
Es werden ein Teilnehmerbrief und ein Schulungsbrief für den behandelnden Arzt erstellt, in denen Verlauf und Ergebnisse des Kurses zusammengefasst sind.
Personal: Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.
Diabetesberater oder Diabetesassistent oder Arzt oder Psychologe oder anderes qualifiziertes Schulungspersonal
Qualifikation des Personals: Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.
k.A.
Besonderheiten: Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?
k.A.
Materialien der Schulung: In der Schulung enthaltene Materialien.
Alle benötigten wichtigen Materialien wie z.B. Arbeitsblätter, Folien, Selbstkontrollheft, Kalorienbausteintabelle, Ernährungsspiel etc. sind im Schulungskoffer enthalten.
Räumliche Voraussetzungen: Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?
k.A.
Besondere materielle Voraussetzungen: Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?
Overheadprojektor bzw. Beamer, Gesundheitspass Diabetes, Harnzuckerteststreifen /-röhrchen, Blutzuckermessgerät(e), Stechhilfen, Blutzuckerteststreifen,
optional:
Tablettenverpackungen, Verpackungen von Lebensmitteln, Kalorien-Bewegungsmessgeräte, Instrumente zur Diagnose einer sensiblen Neuropathie, empfehlenswerte/nicht empfehlenswerte Schuhe und Strümpfe, geeignete/nicht geeignete Materialien zur Fußpflege, Blutdruckmessgeräte, Fragebogen zur Evaluation
Quelle: Name, Institution, Autoren, Literaturangaben
Kulzer, B., Hermanns, N., Reinecker, H. & Haak, T. (2007). Effects of self-management training in type 2 diabetes: a randomized, prospective trial. Diabetic medicine, 24 (4), 415-423.
FIDAM - Forschungsinsitut der Diabetes Akademie Mergentheim; Universität Bamberg
Beteiligte: Weitere beteiligte Institutionen/Einrichtungen
Studienkontext: Studienkontext (interne vs. externe Ev., Pilotstudie, multizentrische Studie, ...)
Evaluationsart: formativ vs. summativ und intern vs. extern
summative Evaluation
Studiendesign: Studiendesign, Prä-Post-Vergleich, ...
randomisierte kontrollierte Studie
Stichprobenbeschreibung: Stichprobenbeschreibung: Störungsbilder, Setting, Dropout-Quoten, ...
Typ 2-Diabetiker, Alter 40-65 Jahre, keine Insulinbehandlung
Beschreibung der Kontrollgruppe: Beschreibung der Interventions- und Kontrollbedingung: Wartegruppe, keine Intervention, andere Intervention, ...
Vergleich von 3 Schulungsbedingungen:
A: Behandlungs- und Schulungsprogramm für Diabetiker, die nicht Insulin spritzen (4 Einheiten à 90 Minuten, Gruppenprogramm)
B: Medias 2 (12 Einheiten à 90 Minuten, Gruppenprogramm)
C: Inhalte entsprechend Medias 2, 12 Einheiten, davon 6 Gruppen-, 6 Einzelsitzungen
Gruppenzuweisung: randomisiert, Cluster-randomisiert, nicht randomisiert, ...
Blockrandomisierung
Gruppengröße: Gruppengröße (wie viele in der Experimental- wie viele in der Kontrollgruppe?)
N=193
Gruppe A: n=64; in Analyse eingegangen n=61
Gruppe B: n=63; in Analyse eingegangen n=56
Gruppe C: n=66; in Analyse eingegangen n=64
Drop-out Analyse zeigte keine Baseline-Unterschiede zwischen in die Analysen eingegangen Patienten und drop-outs.
Messzeitpunkte: ja, nein, mehrere Zeitpunkte, ...
t0: Baseline
t1: 3 Monate nach Beginn der Interventionen
t2: 15 Monate nach t0
Zielgrößen und Erhebungsinstrumente: Zielgrößen und Erhebungsinstrumente
Primäre Zielgröße: Glykämische Kontrolle (HbA1c)
Sekundäre Zielgrößen: Gewicht, diabetesbezogenes Wissen, Kontrolle/ Störbarkeit/ Hungerabhängigkeit des Essverhaltens (Fragebogen zum Ernährungsverhalten), state-trait-Angstinventar, Befindlichkeitsskala, Verhalten (Zucker-Selbstkontrolle, Fußkontrolle, Bewegung)
Angaben zu den Schulungsleitern?: Angaben zu den Schulungsleitern?
Durchführung aller 3 Behandlungsbedingungen durch vier Psychologen, die Training erhalten hatten. Jeder Trainer führte jede Behandlungsbedingung zwei Mal durch.
Ergebnisse in den primären Zielgrößen: Ergebnisse in den primären Zielgrößen - Effektstärken, Aussagen zur Stabilität
HbA1c in Gruppe B signifikant geringer als in Gruppe A.
HbA1c in Gruppe C signifikant geringer als in Gruppe A (t1).
HbA1c in Gruppe B signifikant geringer als in Gruppe C (t2).
Effektstärken werden nicht berichtet.
Weitere Zielgrößen: Werden weitere Zielgrößen berichtet? Aussagen zur Stabilität? Erwähung nicht signifikanter Ergebnisse?
Es zeigten sich signifikante Ergebnisse im Hinblick auf die Wechselwirkung zwischen Zeit und Behandlungsbedingung für die Variablen BMI, Nüchternblutzucker, Trait-Angst, gezügeltes Essverhalten, Störbarkeit des Essverhaltens, Hungerabhängigkeit des Essverhaltens, Bewegungsverhalten.
Es werden signifikante und nicht signifikante Ergebnisse sowie intention-to-treat-Analysen berichtet.
Anmerkungen zu den Ergebnissen: Anmerkungen zu den Ergebnissen
Intention-to-treat Analysen für die primäre Zielgrößen erzielten vergleichbare Ergebnisse.
Diskussion: Diskussion
Entgegen der Erwartung war das Selbstmanagement-Programm mit individuellen Einheiten (C) nicht effektiver als das Gruppenprogramm (B).
Zusammenfassung der Ergebnisse weiterer Studien: Zusammenfassung der Ergebnisse weiterer Studien
k.A.
TTT-Angebot zum Programm: Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?
Verweis auf TTT-Angebot: Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?
Internet: medias2.de oder Medias 2 Büro (s.o.)
Beschreibung in der TTT-Börse des Zentrums
Anmerkungen gesamt: Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm
Die Beschreibung der Schulung basiert auf Informationen aus den Schulungsmaterialien und der Internetseite www.medias2.de. Schulungsprogramm und Patientenhandbuch liegen auch in einer türkischen Version vor. Ein Fragebogen zur Kursevaluation ist im Internet verfügbar (www.medias2.de).
Stand der Information: Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?
Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns
intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige
Richtigkeit der hier dargestellten Information geben.
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freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an
kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de