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http://www.zentrum-patientenschulung.de/datenbank/steckbrief.php?schulungen_id=64
Name der Schulung: Der offizielle Name des Programms
Schulungs- und Behandlungsprogramm für Patienten mit oraler Gerinnungshemmung (SPOG)Autoren: Autoren bzw. Herausgeber des Programms
Curriculum mit Trainerleitfaden: U. Didjurgeit, M. Seimel, U. Sternenberg, A. Bernardo
DIeM Institut für evidenzbasierte Medizin; Klinik Gais AG, Schweiz
Begleitbuch:
A. Bernardo, C. Halhuber
In Kooperation mit Roche Diagnostics
Kurzbeschreibung: Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.
Das "Schulungs- und Behandlungsprogramm für Patienten mit oraler Gerinnungshemmung (SPOG)" ist für erwachsene Patienten mit oraler Gerinnungshemmung konzipiert und eignet sich gleichermaßen für die ambulante und stationäre Anwendung. Ziel der Schulung ist es, die Patienten zum Gerinnungs-Selbstmanagement zu befähigen. Wichtige Inhalte sind das Erlernen der Gerinnungsselbstbestimmung, die eigenständige Dosisanpassung des Medikaments sowie die Vermittlung grundlegender Informationen über Blutgerinnung und Aspekte der Ernährung. Das Programm umfasst 4 Einheiten und wird für eine Gruppe von 4 bis 6 Teilnehmern empfohlen. Für die Durchführung der Schulung werden medizinisches Personal und ein Arzt benötigt; ein Train the Trainer- (TTT)-Seminar wird angeboten. Evaluationsstudien liegen vor.
Schlagwort: Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.
Bezug: Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)
Deutscher Ärzte-Verlag, Versandbuchhandlung
Dieselstr. 2
50859 Köln
www.aerzteverlag.de
Unterrichtsmaterial/Curriculum:
Didjurgeit, U., Seimel, M., Sternenberg, U., Bernardo, A. (2006). Schulungs- und Behandlungsprogramm für Patienten mit oraler Gerinnungshemmung (SPOG). Köln: Deutscher Ärzte-Verlag
ISBN 3-7691-7090-3
Begleitbuch:
Bernardo, A. & Halhuber, C. (2006). Gerinnungs-Selbstbestimmung leicht gemacht. Belgleitbuch für das Schulung- und Behandlungsprogramm für Patienten mit oraler Gerinnungshemmung (SPOG) (5. überarbeitete Auflage). Stuttgart: TRIAS Verlag in MVS
ISBN (Verbrauchsmaterial): 3-7691-7091-1
Kosten: Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)
Unterrichtsmaterial: 149 Euro; Verbrauchsmaterial (5 Exemplare): 49,95 Euro (Stand: Januar 2007)Lizenz: Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.
publiziert
Stand: Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen
Version 2006Anmerkungen: Anmerkungen zum allgemeinen Teil
Inhalt des Unterrichtsmaterials:
Inhalt des Verbrauchsmaterials:
Fachgebiet/Indikation: Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)
Erkrankung/Thema: Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.
Orale Gerinnungshemmung
Zielgruppe der Schulung: Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.
Ausschlusskriterien: Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).
k.A.
Besondere Zielgruppenkriterien: Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.
Setting: Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?
für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar
Teilnehmerzahl: Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze
4 - 6 Teilnehmer
Anzahl der Einheiten: Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.
4 Einheiten
Dauer einer Einheit: Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.
Zwischen 60 und 120 Minuten
Frequenz der Einheiten: Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.
ambulant: im wöchentlichen Abstand/stationär: 2-3 Tage Abstand
Ziele der Schulung: Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekte der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund
Themen der Schulung: Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.
Anmerkungen/Sonstiges: Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.
Die Lernziele sind im Manual konkret definiert.
Methodenliste: Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.
Anmerkungen zu den Methoden:
Zwischen den einzelnen Einheiten werden die Patienten aufgefordert, die INR-Selbstmessung zu üben. Die gemessenen Gerinnungswerte werden zu Beginn der folgenden Einheit besprochen.
Gruppenstruktur: Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.
k.A.
Strukturierungsgrad-Methoden: Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .
hoch
Strukturierungsgrad-Zeit: Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.
mittel
Strukturierungsgrad-Ablauf: Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?
k.A.
Anmerkungen: Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts
Im Manual findet sich keine explizite Angabe zur Gruppenstruktur. Aufgrund des Schulungsaufbaus wird implizit die Durchführung in einer geschlossenen Gruppe nahe gelegt.
Nachsorgemaßnahmen: Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?
k.A.
Vorbereitungsmaßnahmen: Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?
Aufnahmegespräch durch einen Arzt zur Klärung der Teilnahme an der Schulung. Evtl. Verschicken schriftlicher Einladungen.
Einbezug von Angehörigen: Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?
Angehörige können zur Teilnahme eingeladen werden.
Ist ein Patient nicht in der Lage, die Selbstmessung durchzuführen (z.B. aufgrund einer Sehbehinderung oder manueller Schwierigkeiten), besteht die Möglichkeit, Angehörige des Patienten zu schulen.
Methoden zum Alltagstransfer: Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.
Das Üben der INR-Selbstmessung sowie eine eigenständige Dosisanpassung des Medikaments sind zentraler Bestandteil der Schulung.
Einbezug von Selbsthilfeorganisationen: Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?
Adressen werden genannt.
Sonstiges: Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.
k.A.
Personal: Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.
Medizinisches Assistenzpersonal; Arzt
Qualifikation des Personals: Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.
Teilnahme am TTT-Seminar
Besonderheiten: Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?
k.A.
Materialien der Schulung: In der Schulung enthaltene Materialien.
Schautafeln, Begleitbuch für Patienten mit Übungsblättern zur Dosisanpassung, Gerinnungsausweise
Räumliche Voraussetzungen: Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?
Schulungsraum mit Tischen und Stühlen
Besondere materielle Voraussetzungen: Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?
CoaguCheck XS-Gerät, Zubehör wie Teststreifen, Stechhilfe, Lanzetten, Tupfer, Abwurfbehälter für Lanzetten, Pflaster, Untersuchungshandschuhe
Quelle: Name, Institution, Autoren, Literaturangaben
Sawicki PT. A structured teaching and self-management program for patients receiving oral anticoagulation JAMA 1999; 281: 145-150
Beteiligte: Weitere beteiligte Institutionen/Einrichtungen
Studienkontext: Studienkontext (interne vs. externe Ev., Pilotstudie, multizentrische Studie, ...)
multizentrische Studie (5 Einrichtungen)
Evaluationsart: formativ vs. summativ und intern vs. extern
summativ, extern
Studiendesign: Studiendesign, Prä-Post-Vergleich, ...
randomisiert, kontrolliert, multizentrisch
Verblindung der Auswerter (INR, Fragebogen)
Stichprobenbeschreibung: Stichprobenbeschreibung: Störungsbilder, Setting, Dropout-Quoten, ...
N=179 (baseline), n=165 (6-Monats-Katamnese)
Einschlusskriterien: Patienten, die vorher nicht im entsprechenden Zentrum behandelt worden waren; Notwendigkeit der lebenslangen Antikoagulationsbehandlung; Einverständnis mit Studienteilnahme
Beschreibung der Kontrollgruppe: Beschreibung der Interventions- und Kontrollbedingung: Wartegruppe, keine Intervention, andere Intervention, ...
Schulungsgruppe: 3 Schulungseinheiten in Kleingruppen mit 3-6 Patienten, Dauer je 60-90 Minuten.
Kontrollgruppe: ambulante Standardversorgung (Arztkontakt 2x/Monat mit Blutentnahme zur INR-Messung; unstrukturierte Information zu oralen Gerinnungshemmern, Ernährung, Nebenwirkungen)
Nach 6 Monaten wurden den Patienten die Teilnahme an der Schulung angeboten.
Gruppenzuweisung: randomisiert, Cluster-randomisiert, nicht randomisiert, ...
externe Randomisierung
Gruppengröße: Gruppengröße (wie viele in der Experimental- wie viele in der Kontrollgruppe?)
Schulungsgruppe: n=90; zur 6-Monats-Katamnese: n=83
KG (usual care): n=89; zur 6-Monats-Katamnese: n=82
Messzeitpunkte: ja, nein, mehrere Zeitpunkte, ...
Baseline
3 und 6 Monate
Zielgrößen und Erhebungsinstrumente: Zielgrößen und Erhebungsinstrumente
INR-Wert über Laboruntersuchung
Behandlungsabhängige Lebensqualität (Fragebogen) mit 5 Dimensionen (allgemeine Behandlungszufriedenheit, Selbstwirksamkeit, Spannungen im soz. Umfeld, daily hassles, Stress)
Angaben zu den Schulungsleitern?: Angaben zu den Schulungsleitern?
Schwestern/Ärzte nach zweitägigem Training
Ergebnisse in den primären Zielgrößen: Ergebnisse in den primären Zielgrößen - Effektstärken, Aussagen zur Stabilität
Quadrierte Abweichung vom INR-Zielbereich: signifikant geringere durchschnittliche Abweichung in der Schulungsgruppe im Vergleich zur KG nach 3 und 6 Monaten
Behandlungsabhängige Lebensqualität: Signifikant stärkere Verbesserung nach 6 Monaten im Vergleich zu Baseline zeigte die Schulungsgruppe (im Vergelich zur KG) hinsichtlich allgemeine Behandlungszufriedenheit, Selbstwirksamkeit, daily hassles und Stress.
Weitere Zielgrößen: Werden weitere Zielgrößen berichtet? Aussagen zur Stabilität? Erwähung nicht signifikanter Ergebnisse?
INR innerhalb des persönl. Zielbereichs: signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, Werte im Zielbereich zu haben, für Patienten der Schulungsgruppe nach 3 und 6 Monaten
Anmerkungen zu den Ergebnissen: Anmerkungen zu den Ergebnissen
Ergebnisse beruhen auf Intention-to-treat-Analysen
Diskussion: Diskussion
Zusammenfassung der Ergebnisse weiterer Studien: Zusammenfassung der Ergebnisse weiterer Studien
Die Patienten wurden nach 5 Jahren nochmals nachuntersucht (alle nach Teilnahme an der Schulung) (n=150). Davon nahmen 134 regelmäßige INR-Selbstmessungen vor. Für diese Patienten war die durchschnittliche quadrierte Abweichung vom individ. INR-Zielbereich weiter gesunken. Alle Aspekte der behandlungsabhängigen Lebensqualität verbesserten sich. Die Autoren schlussfolgern, dass eine langfristige Compliance mit dieser Therapieform existiert, dass die Qualität des Antikoagulations-Selbstmanagements weiter verbessert wird und die Lebensqualität gesteigert wird.
(Sawicki PT, Gläser B, Kleespies C, Stubbe J, Schmitz N, Kaiser T, Didjurgeit U. Long-term results of patients self-management of oral anticoagulation. J Clin Basic Cardiol 2003; 6: 59-62)
TTT-Angebot zum Programm: Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?
Verweis auf TTT-Angebot: Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?
Firma Roche Diagnostics Homepage: www.coaguchek.com Service Hotline Coaguchek: 0180 - 2000 164
Beschreibung in der TTT-Börse des Zentrums
Anmerkungen gesamt: Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm
Das Begleitbuch für Patienten mit oraler Gerinnungshemmung dient zur Nachbereitung und Vertiefung der Schulungsinhalte und enthält zusätzliche Informationen, die auch für den Schulungsleiter interessant sind.
Stand der Information: Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?
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