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Name der Schulung: Der offizielle Name des Programms
Chronische Hauterkrankungen - Ein psychologisches BehandlungsprogrammAutoren: Autoren bzw. Herausgeber des Programms
Autor: Lothar Niepoth
Herausgeber: Martin Hautzinger, Franz Petermann
Kurzbeschreibung: Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.
Das Programm "Chronische Hauterkrankungen" hat als Zielgruppe erwachsene Patienten mit atopischer Dermatits und juckenden Hauterkrankungen sowie allgemein chronischen Erkrankungen der Haut. Das Programm eignet sich sowohl für die Durchführung im ambulanten als auch im stationären Rahmen. Inhaltliche Schwerpunkte der Schulung sind: Beschäftigung mit dem Kratzverhalten bzw. mit allgemeinem krankheitsrelevantem Verhalten, Vermittlung von Fachwissen über die Erkrankung, Auseinandersetzung mit dem Interaktionsverhalten sowie Einübung von Entspannungsverfahren. Das Programm ist auf 8 Unterrichtseinheiten konzipiert und wird für eine Gruppe von 8 bis 12 Teilnehmern empfohlen. Die Durchführung der Schulung obliegt einem Psychotherapeuten. Evaluationsstudien zum Programm (und dem zugrundeliegenden Davoser Hautprogramm) liegen vor.
Schlagwort: Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.
Bezug: Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)
Niepoth L: Chronische Hauterkrankungen. Weinheim: Psychologie Verlags Union 1998.
ISBN: 3-621-27364-6
Kosten: Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)
39,88 Euro (Stand Februar 2007)Lizenz: Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.
publiziert
Stand: Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen
Version 1998Anmerkungen: Anmerkungen zum allgemeinen Teil
Neben der ursprünglichen Version A für Patienten mit atopischer Dermatits und juckenden Hauterkrankungen liegt eine entsprechend angepasste allgemeine Version B vor. Diese Alternativversion für Gruppen mit vornehmlich Patienten ohne juckende Hauterkrankungen richtet sich in den Grundzügen nach Version A. Hinsichtlich der Krankheitsbilder wird keine Gruppenzusammensetzung festgelegt, so dass die thematische Festlegung von dem jeweiligen Gruppenleiter zu treffen ist.
Fachgebiet/Indikation: Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)
Erkrankung/Thema: Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.
Chronische Hauterkrankungen
Zielgruppe der Schulung: Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.
Ausschlusskriterien: Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).
Patienten mit Psychosen
Besondere Zielgruppenkriterien: Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.
Ausreichende Grundmotivation für eine Teilnahme
Setting: Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?
für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar
Teilnehmerzahl: Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze
Zwischen 8 und 12 Teilnehmern (Anmerkung des Autors: besser sind kleinere Gruppen)
Anzahl der Einheiten: Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.
8 Einheiten
Dauer einer Einheit: Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.
90 Minuten
Frequenz der Einheiten: Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.
k.A.
Ziele der Schulung: Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekte der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund
Themen der Schulung: Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.
Version A)
Kratzverhalten: Wie bewältige ich das?
1. Einführung, Kratzverhalten
2. Kratzverhalten
Version B)
Allgemeine psychosomatische Zusammenhänge: Stress und Co.- Was hat das mit meiner Haut zu tun?
1. Einführung, Krankheitsrelevantes Verhalten
2. Krankheitsrelevantes Verhalten
Version A) und B)
Fachwissen: Nur der Laie ist der Dumme!
3. Wissensvermittlung: u.a. Pflegeverhalten
4. Wissensvermittlung: u.a. Allergien
Interaktionsverhalten: Meine Haut ist (m)eine Grenze
5. Rollenspiel: u.a. Abgrenzungssituation
6. Kontakt- und Abgrenzungsübung
Entspannung und Reflexion: Ich stärke mein Immunsystem
7. Imagination: u.a. Hautreise
8. Themenzentriertes Gespräch: Leistung & Perfektion
Anmerkungen/Sonstiges: Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.
Für die zeitliche Integration des Autogenen Trainings (eigenes Modul) werden konkrete Vorschläge gemacht.
Es wird eine inhomogene Gruppenzusammensetzung (Krankheitsbilder) empfohlen.
Die 3. und 4. Sitzung der allgemeinen Version richten sich ebenfalls nach den Grundsüätzen der spezifischen Version. Im Manual wird betont, dass eine Information aller wesentlichen Punkte der verschiedenen Erkrankungen der Teilnehmer nicht zu leisten sei. Deshalb sei Wert darauf zu legen, die wichtigsten Gemeinsamkeiten zu extrahieren und darzustellen.
Methodenliste: Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.
Anmerkungen zu den Methoden:
Die Vermittlung von Entspannungsmethoden ist ein zentraler Bestandteil des Programms.
Zwischen der 1. und 2. Sitzung werden die Teilnehmer gebeten Protokolle zu führen, die in der nächsten Sitzung besprochen werden.
Gruppenstruktur: Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.
k.A.
Strukturierungsgrad-Methoden: Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .
hoch
Strukturierungsgrad-Zeit: Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.
mittel
Strukturierungsgrad-Ablauf: Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?
mittel
Anmerkungen: Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts
Im Manual findet sich keine explizite Angabe zur Gruppenstruktur. Die Konzeption und Durchführungshinweise legen die Durchführung in einer geschlossenen Gruppe nahe.
Nachsorgemaßnahmen: Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?
k.A.
Vorbereitungsmaßnahmen: Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?
Es wird empfohlen vorher zumindest eine Einzelsitzung mit jedem Teilnehmer durchzuführen, bzw. in anderen Settings eine kurze Informationsgruppensitzung abzuhalten, in der Fragen zum Programm gestellt werden können.
Einbezug von Angehörigen: Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?
k.A.
Methoden zum Alltagstransfer: Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.
Rollenspiel zur sozialen Kompetenz für Alltagssituationen nach den Regeln des Selbstsicherheitstrainings.
Übungs-Merkblätter zu den Entspannungelementen für die Umsetzung im Alltag.
Einbezug von Selbsthilfeorganisationen: Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?
Adressen von Selbsthilfegruppen werden genannt.
Sonstiges: Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.
k.A.
Personal: Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.
Psychotherapeut
Qualifikation des Personals: Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.
k.A.
Besonderheiten: Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?
Als wichtige Voraussetzung für den Kurs wird eine gelungene Kooperationsstruktur mit den behandelnden Hautärzten betont.
Materialien der Schulung: In der Schulung enthaltene Materialien.
Folienvorlagen; Kopier-Vorlagen für Protokollblätter, Hautsymptomtagebuch und Merkblätter; Hintergrundinformationen zu unterschiedlichen Hauterktankungen und Behandlungsansätzen
Räumliche Voraussetzungen: Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?
Ein genügend großer (ruhiger) Gruppenraum.
Besondere materielle Voraussetzungen: Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?
Overheadprojektor, Flip-Chart, Liegematten, evtl. Decken
Quelle: Name, Institution, Autoren, Literaturangaben
Niepoth, L. (1998). Chronische Hauterkrankungen. Weinheim: Beltz.
Beteiligte: Weitere beteiligte Institutionen/Einrichtungen
Klinik für Dermatologie und Allergie Davos
Studienkontext: Studienkontext (interne vs. externe Ev., Pilotstudie, multizentrische Studie, ...)
Interne Evaluation eines Rehabilitationsprogramms der Klinik für Dermatologie und Allergie in Davos
Evaluationsart: formativ vs. summativ und intern vs. extern
Summative und interne Evaluation
Studiendesign: Studiendesign, Prä-Post-Vergleich, ...
Kontrollgruppendesign mit Prä- und Postmessung sowie Achtmonatskatamnese
Stichprobenbeschreibung: Stichprobenbeschreibung: Störungsbilder, Setting, Dropout-Quoten, ...
Stichprobe (n=42): stationäre Reha-Patienten (mit eindeutiger Neurodermitisdiagnose); Alter > 16 Jahre; zufällige Zuweisung zu den Versuchsgruppen; jahreszeitliche Einflüsse kontrolliert/konstant gehalten.
Versuchsgruppe: n=17
Experimentalgruppe: n=25
Beschreibung der Kontrollgruppe: Beschreibung der Interventions- und Kontrollbedingung: Wartegruppe, keine Intervention, andere Intervention, ...
Interventionsbedingung: standarddermatologische Behandlung, Klimatherapie, Gruppenprogramm mit sechs 90minütigen Sitzungen in drei Wochen
Kontrollbedingung: standarddermatologische Behandlung und Klimatherapie
Wartegruppe, keine Intervention, andere Intervention, ...
Gruppenzuweisung: randomisiert, Cluster-randomisiert, nicht randomisiert, ...
randomisierte Zuweisung des Patientengutes bestimmter Aufnahmewochen zu den Versuchsgruppen
Gruppengröße: Gruppengröße (wie viele in der Experimental- wie viele in der Kontrollgruppe?)
s.o.
Messzeitpunkte: ja, nein, mehrere Zeitpunkte, ...
Katamnese acht Monate nach Behandlungsende
Zielgrößen und Erhebungsinstrumente: Zielgrößen und Erhebungsinstrumente
Krankheitsverarbeitung - Selbsteinschätzung (Kratzkontrolle, Kognition über Juckreiz, Stressverhalten)
Entwicklung des Hautzustandes - ärztliches + subjektives Rating
Medikamentenverbrauch
Depressivität, Befindlichkeit, Beschwerden, psychosomatisches Krankheitsgeschehen - Selbsteinschätzung Fragebogen
Subjektive Effektivitätsschätzung einzelner Module
Angaben zu den Schulungsleitern?: Angaben zu den Schulungsleitern?
keine Angabe
Ergebnisse in den primären Zielgrößen: Ergebnisse in den primären Zielgrößen - Effektstärken, Aussagen zur Stabilität
Kratzkontrolle: Gruppenprogramm zeigt in der Post-Messung sign. besseres Resultat, nicht stabil über Katamnesezeitraum.
Kognition: Gruppenprogramm vermittelt höhere Einschätzung der Kontrolle über Juckreiz in der Post-Messung; über Katamnesezeitraum stabil.
Stressverhalten: nur teilweise und über den Katamnesezeitraum nicht stabile Vorteile des Gruppenprogramms
Hautzustand: Verbesserungen beider Versuchsgruppen in Post-Messung; Versuchsgruppe tendenziell signifikant höherer Profit, der sich über den Katamnesezeitraum hält (p<.07)
Medikamentenverbrauch: tendenziell geringerer Verbrauch in der Versuchsgruppe nach Abschluss des Programms; Gruppenunterschiede stabil über Katamnesezeitraum
Beschwerden: höhere Beschwerdenreduktion in der Versuchsgruppe; Stabität über den Katamnesezeitraum
Depression und und Befindlichkeit: schon in Prä-Messung sign. Gruppenunterschiede
Psychosomatisches Krankheitsgeschehen: sign. Reduktion der Versuchsgruppe in Aggressionsunfähigkeit
Als wertvollste Gruppenübung wurde von den Teilnehmern der Austausch mit den anderen Gruppenmitgliedern eingeschätzt.
Weitere Zielgrößen: Werden weitere Zielgrößen berichtet? Aussagen zur Stabilität? Erwähung nicht signifikanter Ergebnisse?
Drop Out/Behandlungsabbrecher:
In der Versuchsgruppe schieden insgesamt 16 Personen aus; in der Kontrollgruppe sieben.
Anmerkungen zu den Ergebnissen: Anmerkungen zu den Ergebnissen
Zielgrößen: keine Beschreibung der eingesetzten Instrumente zur Erhebung der Zielgrößen.
Ergebnisdarstellung: keine tabellarische Darstellung der Rohwerte.
Verwendung einer Vielzahl von evaluierten Parametern.
Diskussion: Diskussion
Das dreiwöchige Gruppenprogramm ist v.a. im Bereich der Krankheitsvearbeitung von Nutzen.
Hinsichtlich Depressivität und Befindlichkeit sind die Erfolge schwer zu interpretieren (Unterscheide bereits in Ausgangsmessung)
Einige Gruppenunterschiede nivellieren über den Katamnesezeitraum, dies spricht für einen wenig nachhaltigen Effekt der Behandlung.
Der unterschiedliche Zustand der Haut zwischen Versuchs- und Kontrollgruppe bedingte unterschiedliche Medikation, hier liegen potentielle Verzerrungen in den Resultaten.
Ausgehend von den Ergebnissen der vorgestellten Studie wurde das Davoser Hautprogrammm weiterentwickelt und optimiert.
Zusammenfassung der Ergebnisse weiterer Studien: Zusammenfassung der Ergebnisse weiterer Studien
Die Ergebnisse werden mit zwei einschlägigen und zeitlich aufwändigeren verhaltensmedizinischen Gruppenprogrammen im ambulanten Setting verglichen.
Die hier dargestellte Kurzversion eines Gruppenprogramms verzichtet auf einige in der Literatur als wirksam nachgewiesenen Verfahren, wie z.B. Entspannungsverfahren oder Einüben des Selbst-Monitoring.
k.A.
TTT-Angebot zum Programm: Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?
Verweis auf TTT-Angebot: Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?
k.A.
Anmerkungen gesamt: Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm
Stand der Information: Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?
Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns
intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige
Richtigkeit der hier dargestellten Information geben.
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freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an
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